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Dienstag, 13.03.2012, 16:19
Am Anfang waren zwei Menschen, die sich von Herzen liebten. Sie wollten ewig zusammenbleiben, nichts sollte sie jemals trennen.
Alles hatten sie was sie sich erträumt hatten: gute Jobs, eine gute Ehe, zwei wunderbare Söhne.

Am Ende waren sie zwei Menschen, die nur noch nebeneinander herlebten, sich nicht mehr viel zu sagen hatten und keinen Anteil mehr am Leben des anderen nahmen.

Am Ende waren sie zwei Menschen, die sich gegenseitig betrogen und belogen. Keiner der beiden wollte es merken. Oder keiner der beiden wollte es wahrhaben. Und keiner der beiden wollte Anstrengunen unternehmen um das Ruder noch einmal herumzureissen.

Am Ende waren sie zwei Menschen, die sich fremd geworden sind, einander nicht mehr kannten.

Am Ende waren sie Eltern, nach einem Weg suchend, nach den gegenseitigen Kränkungen und Verletzungen halbwegs "normal" miteinander umgehen zu können.

Am Ende waren sie Eltern, die ihren Söhnen das Gefühl geben müssen, dass SIE nichts falsch gemacht haben, für das Scheitern der Eltern nichts dafür können.

Am Ende war eine Frau, die nicht wusste, was sie fühlen soll. Erleichterung? Trauer? Verzweiflung? Freude?

Am Ende war eine Frau, die im Grunde hatte, was sie wollte oder dachte zu wollen.

Am Ende war eine Frau, die sich jetzt einmal sortieren muss und überlegen muss wie es weitergeht.

Am Ende war eine Frau, die immer dachte sie wäre stark und nichts würde sie so schnell umhauen.

Am Ende war eine Frau, die feststellen musste, dass sie schwächer ist als sie dachte.

Am Ende war eine Frau, die sich eingestehen musste, dass sie austauschbar und entbehrlich ist.

Am Ende war eine Frau die tief verletzt wurde. Und das, obwohl sie selbst verletzte und dachte, es wäre ihr gleichgültig, würde so etwas wirklich passieren.

Am Ende war eine Frau, die sich eingestehen musste, viel falsch gemacht zu haben und einen großen Anteil am scheitern zu haben.

Am Ende war eine Frau, die bemerkte, dass da wohl - trotz allem was die letzen Jahre vorgefallen war - noch so etwas wie Liebe im Spiel war.


Mittwoch, 22.02.2012, 16:22
Heute möchte ich von meinem kleinen Paradies erzählen. Oder viel mehr von den viel zu seltenen Augenblicken, in denen ich mich wie im Paradies fühle.

Es sind die Augenblicke, die ich mit IHM teilen darf. Ein kurzes Telefonat, ein kurzer Skype-Anruf, ein viel zu seltenes Treffen. Es sind dann Augenblicke, in denen ich die Welt rund um mich und manchmal sogar mein "eigentliches" Leben vergesse. Es sind Augenblicke, die mir so unheimlich gut tun, mich als Frau bestätigen und mich an die Liebe glauben lassen. Und daran, dass es so etwas wie Schicksal gibt.
Es MUSS unser Schicksal sein.
Zu unwirklich war es, dass wir uns überhaupt begegnet sind und noch unwirklicher dass ein Mann wie ER sich für mich interessiert hat.
Viele schlaflose Nächte hat es mich gekostet, viele Überlegungen und viel Abwägen. Schlussendlich habe ich erkannt, dass ich um ihn nicht herumkomme. Und dass ich das eigentlich im Grunde meines Herzens auch nicht will.
Fakt ist, dass es verboten ist was wir haben. Fakt ist aber auch, dass es das Schönste ist was ich jemals erleben durfte.
Und die wenige Zeit die wir miteinander haben sind nur eines: der Himmel auf Erden!


Sonntag, 19.02.2012, 21:37
Heute erzähle ich euch von einem ganz normalen Wochenende bei mir zu Hause.

Wochenende, das ist die Zeit für Familie, Zeit für gemeinsame Unternehmungen, Zeit für Gespräche und all so etwas. Rein theoretisch jedenfalls. Oder vielleicht in anderen Familien.

In meiner Familie ist es genauso chaotisch wie die ganze übrige Woche.
Mein Mann verschwindet in die Arbeit. Ich hetze zum Einkaufen: Versuche irgendwie mit dem Haushalt auf gleich zu kommen (dazu komm ich ja die ganze Woche nicht). Zwischendurch soll ich noch Sohn Nr. 1 zu seinem Freund bringen denn es wurde beschlossen, dort zu nächtigen (Mutter fragen muss man wohl nicht mehr, es reicht, wenn man sie darüber informiert): Sohn Nr. 2 möchte gerne zur Oma, denn die hat ihm am Telefon erzählt dass sie seine Lieblingsspeise kocht.

Irgendwann kommt ein vollkommen erledigter Mann heim von der Arbeit um bald wieder zu verschwinden, denn schließlich muss er sich mit den "Jungs"treffen (und sicher sehr tiefsinnige Gespräche führen während er halb schläft) . Sohn Nr. 1 ruft an weil er ganz dringend seine Gitarre braucht (und Mutter ist ja schließlich allzeit bereit um fehlende Gegenstände nachzubringen). Sohn Nr. 2 ruft an und fragt ob er nicht bei Oma nächtigen darf.

So, und dann sitze ich da. Alleine. In einem sauberen Haus, mit vollem Kühlschrank. Und unterhalte mich mit den Fischen im Aquarium. Vielleicht wollen die mit mir eine Runde "Trivial Persuit" spielen oder mir von ihrer Woche erzählen? Vielleicht erzählen die mir von der aktuell Angebeteten? Oder warum sie fast Tag und Nacht im Büro verbringen, welches ultrawichtige Projekt sie so dermaßen fordert?
Oder vielleicht fragen die mich ja wie es mir eigentlich geht?

Nachdem es nicht mal die Fische interessiert, hole ich mir doch mein Buch und mach es mir in meinem Wintergarten gemütlich.

Vielleicht haben wir ja nächstes Wochenende dann mehr Zeit für uns vier.